Lohn-Brennen 02

Lohn-Brennen

Ab Mitte / Ende Juni beginnt die Ernte der ersten Früchte im Jahr, was in aller Regel die Süßkirschen sind. Die ersten Maischefässer, die sich füllen, brauchen aufgrund der hohen Außentemperaturen nur kurze Zeit für die Gärung, so dass dann die ersten Brände Anfang / Mitte Juli stattfinden können.

Im weiteren Verlauf des Jahres kommen dann die frühen Äpfel, Sauerkirschen, Aprikosen, Himbeeren, Johannisbeeren, Pflaumen, erste Birnen, Pfirsiche, Mirabellen, Zwetschgen, spätere Äpfel und Birnen, frühe Trauben, Haselnüsse, Walnüsse, Quitten und zum Ende des Jahres, wenn es schon wieder frostig wird, noch Schlehen und Topinamburen.

Je weiter das Jahr voran schreitet, desto höher wird der Zuckergehalt der Früchte, was sich sehr positiv auf die Alkoholausbeute auswirkt aber leider auch auf die Höhe der Branntweinsteuer.

Ebenso verlängert sich mit abnehmender Außentemperatur die Zeitdauer der Gärprozesse. Bei den letzten Früchte, die eingemaischt werden, ist es manchmal schon so kalt draußen, dass die Gärung nur sehr schleppend beginnt oder man spezielle Kaltgärhefe benutzen muss, um überhaupt eine Gärung gestartet zu bekommen.

Über die kalten Monate im Jahr findet dann vorzugsweise das eigentliche Brennen statt; wenn es draußen kalt ist, ist es in der Brennerei wohlig warm und gemütlich.

Aber auch das Beschneiden der Obstbäume und Reben im Weinberg findet in der kalten Jahreszeit statt, bis sich dann im frühen Sommer der Kreis wieder schließt und alles von vorne beginnt …