Lohn-Brennen

Sie haben Obst ohne Ende?

Sie haben bereits Saft, Most, Marmelade gemacht und immer noch Obst übrig?

Sie wollen mal was ganz anderes?

Da ich über eine amtliche Brennerlaubnis verfüge (früher bekannt unter „Brennrecht“) darf ich sowohl für mich als auch für sog. “Stoffbesitzer“ (das sind Menschen, die über eigenes Obst verfügen), Branntwein erzeugen, d. h. Brennmaische auf destillativem Wege entgeisten und schlußendlich „Schnaps“ herstellen. Das Ganze unterliegt aber einer zollrechtlichen Überwachung, welche auch für Stoffbesitzer gilt.

Ich melde den Brennvorgang beim Zoll an – Sie müssen dazu lediglich eine Unterschrift leisten, bzw. Ihre Adresse, Stoffbesitzernummer und Ihr Geburtsdatum angeben.

Am Brenntag verarbeite ich Ihre Brennmaische dann zum edlen Destillat, an dem Sie viele Jahre Ihre Freude haben werden.

Gerne dürfen Sie während des Brennens dazu kommen um zu sehen, wie aus Ihrer Maische der Alkohol ausdestilliert wird, bis dieser dann in mehreren Verabeitungsstufen zum trinkfähigen Destillat wird. Sie entscheiden, wie stark das fertige Destillat sein soll und in welchen Gefäßen Sie Ihren eigenen Brand haben möchten – ich kann Ihnen sogar individuelle Etiketten erstellen – vieles ist möglich!
Ich sage Ihnen bereits im Vorfeld, welche Ausbeute Sie in etwa erhalten werden und was Sie der ganze Spaß kosten wird.

Hier der Link zum Verdünnungsrechner:

Der Ablauf wird etwa wie folgt sein:

  1. ) Sie bringen mir Ihre Brennmaische; in Sonderfällen kann ich diese auch bei Ihnen abholen
  2. ) ich erstelle die Brennanmeldung und schicke diese zum Zollamt nach Stuttgart
  3. ) Rauhbrände durchführen (50 Liter Maische pro Abtrieb)
  4. ) Feinbrände durchführen (Vor- und Nachlauf abtrennen)
  5. ) Mittellauf auf Trinkstärke verdünnen
  6. ) evt. Filtern, wenn sich Trübungen einstellen
  7. ) Abfüllen in Glasballons, Fässer, Flaschen, etc.
  8. ) evt. Etiketten erstellen und bekleben
  9. ) Abrechung und Dokumentation erstellen und an Sie übergeben

Ich reinige Ihre Maischefässer und entsorge die ausgebrannte Brenn-Schlempe.

Gerne können Sie noch unseren Hofladen besuchen und dabei kostenlos unsere Destillate und Liköre verkosten …

Zusammenfassung:

  • Sie bringen mir Ihre Maische (Mindestmenge 80 Liter)
  • Es sind mindestens 3 Brände nötig, um ein trinkfähiges Destillat zu erhalten (2xRauh, 1xFein)
  • Pro Brand können 50 Liter Maische, bzw. Lutter verarbeitet werden
  • Jeder Brand kostet Euro 20,00, zzgl. Euro 7,50 für Propangas und Kühlwasser
  • Sie erhalten eine individuelle Auswertung über den Vor,- Mittel- und Nachlauf
  • Ich rechne Ihnen die benötigte Menge an Verschnittwasser aus, um den Mittelauf auf die gewünschte Trinkstärke einzustellen (das Einstellen auf Trinkstärke sollte erst nach einer gewissen Lagerzeit des Mittellaufs vorgenommen werden)
  • Das Einstellen auf Trinkstärke und Filtration kostet Euro 15,00 pauschal, wenn ich das für Sie mache
  • Weitere Leistungen (Etiketten erstellen, in Flaschen abfüllen, etc.) nach Aufwand

Für weitere Rückfragen stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung:

Obstbrände / Destillate richtig filtrieren

Um ein dauerhaft klares Ergebnis bei der Filtration zu erhalten, sollten Sie einige Punkte beachten:

Je hochprozentiger der Obstbrand oder das Destillat ist, desto mehr Trübstoffe können enthalten sein. Durch das Herabsetzen auf Trinkstärke, aber auch durch Temperaturschwankungen, kann es zur Trübung des Brands bzw. des Destillats kommen. Mit einer Filtration erzeugen Sie ein dauerhaft klares Destillat.

Worauf Sie achten sollten

Die Filtration muss möglichst druckstoßfrei und ohne Unterbrechung durchgeführt werden, da die heraus zu filtrierenden Inhaltsstoffe – wie ätherische Öle und Fette – keine feste Struktur haben und verformbar sind. Aus diesem Grund soll auch die Fließgeschwindigkeit niedrig gehalten werden. Unsere Empfehlung:
Der max. Differenzdruck sollte dabei 1 bar nicht übersteigen. Notwendigerweise werden Brände und Destillate gekühlt filtriert.

Die Temperatur spielt eine wichtige Rolle

Die Spirituosen sollten bei einer Temperatur von 3 bis 6° C über mehrere Wochen vor der Filtration gelagert werden. Die Lagerzeit kann bei Temperaturen von 0 bis 1° C verkürzt werden. Während der Filtration darf die Temperatur nicht wesentlich steigen, da sich die Trubstoffe ansonsten wieder verkleinern oder in Lösung gehen.

Je niedriger die Filtrationstemperatur ist, desto stabiler wird das Getränk. Verständlicherweise geht dabei auch umso mehr Aroma verloren. Deswegen sollte man so wenig wie notwendig kühlen, um die gewünschte Stabilität gerade noch zu erzielen.

Da mit der Filtration immer auch Aroma verloren geht, gilt es genau abzuwägen wie weit die Filtration gehen soll. Um hier das Aroma zu schonen sollte nur kurz bis etwa 0°C gekühlt werden.

Bei den aromareichen Williamsbränden ist eine Filtration mit Klarplatten (Rundfilter) bei Zimmertemperatur sinnvoll, solange der Konsument das Destillat nicht aus dem Kühlschrank serviert. Mit mehrtägiger Kühlung auf 0°C und anschließender Filtration wird eine spätere Trübung zwar vermieden, aber viel mühsam gewonnenes Aroma geopfert.